Tinnitus

“Ich glaub ich hab überall Tinnitus” – Friederike

Dieser Ausspruch einer fleißigen Mutter von 6 Kindern. Fotografin und in kürze Autorin, gab mir ein wenig zu denken.

Eine kleine Einführung vorweg: Tinnitus meint das Wahrnehmen von Geräuschen, auch wenn keine äußere Quelle vorliegt. Die Töne sind vielfältig: von hohem Pfeifen, Quietschen bis Rascheln oder Knistern. Dies kann quälend werden. Obwohl Tinnitus als eine eigene Krankheit angesehen werden kann – steht der ganze Körper irgendwann unter Stress. Dann kann es zu wahrhaftigen Wortkreationen „ich glaub ich hab überall Tinnitus“ kommen.

Überall Tinnitus? Wie ist das möglich? Ist es überhaupt möglich. Wurde was als schön und sinnvoll empfunden wird so viel, dass erst die Ohren und später der ganze Körper um Hilfe ruft? Gerade noch machten wir alles mit Links und nun knirscht es überall – wahrscheinlich auch mit den Zähnen…

Innere Unruhe, Zittern der Hände, vergessen von Wichtigem. Nervosität, scheinbar grundlos aus der Haut fahren, sind Anzeichen von Überlastung oder umgangssprachlicher – Stress!.

Stress passiert einfach. Da ist so viel Freude, unglaubliches leisten zu können, Schönes zu schaffen, kreieren, gestalten. Stress nistet sich fast von allein in den Tagesablauf. Hat er sich eingeschlichen, ist es schwer ihn wieder los zu bekommen.

Gehst du spazieren? Stehst im Regen in einer Hütte und schaust den Tropfen zu? Hältst du dein Gesicht in die Sonne? Buchst eine Massage? Massage ist ein sinnlicher Genuss, der jede Zelle erreicht. Das Vibrieren darf zur Ruhe kommen, das Kopfkarusell ebenfalls. Vielleicht wird der Tinnitus jetzt schon erreicht, wenn die Muskeln sich entspannen.

Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten dem Tinnitus zur Ruhe zu verhelfen. Innerlich und äußerliche Anwendungen sind kombinierbar. Gutes ausgewogenes Essen ganz wichtig. Und um eine Umstellung der Lebensverhältnissen sollte auch nachgedacht werden. Wo können Freiräume entstehen? Wer kann helfen bei kleinen und großen Herausforderungen. Welche Last kann abgegeben werden?

Therapiemöglichkeiten:

Innerlich:
Ginko, als Kapseln oder auch als Injektion (Spritze)

Ginkgo ist eine Heilpflanze. Sie hilft die Durchblutung zu verbessern und kann daher bei Tinnitus, Gedächtnisschwäche und zur Wundheilung eingesetzt werden.

Äußerlich:
Schädelakupunktur nach Yamamoto verhilft dem schreienden Mann im Ohr oft eine andere Tonart anzuschlagen. Nicht mehr ganz so verzweifelt, in hohen Tönen zu klagen. Jede kleine Veränderung in der Therapie ist wunderbar. Zusätzlich können Ohrkerzen angewendet werden. Sie reinigen die Aura und klären den Kopf.

Eine weitere Idee ist Cranio- sacrale- Therapie. Die körpereigene Welle wird harmonisiert und beruhigt. Dies hat eine wunderbare Auswirkung auf den ganzen Körper und oft auch auf den Ton im Ohr.

Jin Shin Jyutsu ist der Weg sich selbst zu helfen.

  • Halte deinen Zeigefinger, komm zur Ruhe und lass die Angst hinter dir. Die Angst der kleine Gnom in deinem Kopf könne immer weiter so schreien. Und nie wieder aufhören.
  • Halte dir den Daumen. Deine Sorge wird nachlassen, es könnte immer noch schlimmer werden.
  • Halte deinen Ringfinger und lasse die Wut ziehen. Die Wut darüber immer und immer weitergemacht und jede Pause jeden Halt vergessen zu haben.
  • Halte deinen Ringfinger. Die Traurigkeit wird hinweggeschwemmt.
  • Vergiss den kleinen Finger nicht. Er ist deine Bemühung immer alles gut – ja es perfekt machen zu wollen. Beschenke Dich mit Liebe und Freude in deinem Leben.

Dies ist die Pause die nur für dich ist. Ausgebildete Jin Shin Jyutsu Praktiker zeigen nach jeder Therapiestunde weitere Selbsthilfeübungen. Mit diesem Zweiergespann von Therapie und Übungen, ist es möglich die Geräuschkulisse zu verringern und eventuell sogar zum verklingen zu bringen.